Seit 1994 investierte die BRD über eine Milliarde Euro in den Ausbau des Übungsplatzes Altmark.Es entstand ein sehr moderner Hochleistungsübungsplatz mit über25.000 durchlaufenden Soldaten pro Jahr. Hier üben die Soldaten dank modernster Technik mit Waffensimulatoren ohne tatsächlich Schüsse abzugeben. 700 Soldaten und 400 Zivilangestellt sind für den Betrieb dieser Anlagen zuständig. Dazu anzumerken gilt es dringend, dass sämtliche Anlagen zum simultanen Üben beispielsweise von Panzer- oder Häuserkampf durch das Rheinmetall Dienstleistungszentrum Altmark GmbH betreut werden.Die Rheinmetall Defence Electronics GmbH in Bremen entwickelt und installiert die umfassenden, hochspezifizierten Anlagen für sehr viel Geld.Rheinmetall Defence ist ein weltweit agierendes Unternehmen das seine Waffen- und Waffensysteme gewinnbringend veräußert.
3.Oktober 1990 Vom Regen in die Traufe! Wir wollen Leben, Freiheit, Einheit & einen souveränen Staat
Am 2. Oktober demonstrieren junge Menschen in Halberstadt in Anlehnung an ein Ereignis vor 20 Jahren: dem Beitritt der DDR zur BRD oder genau genommen „dem Beitritt zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes“.Offizielles Beitrittsdatum wurde der 3.Oktober 1990, der nunmehr seit 20 Jahren Nationalfeiertag in der BRD ist.
Die militärische Erschließung der Heidelandschaft begann großflächig im Jahr 1934. Nach dem 1. Weltkrieg wurde das deutsche Militär auf Druck der siegreichen Alliierten fast vollständig aufgelöst. Umso notwendiger erschien es den Nationalsozialisten ab 1933 diesen Zustand, wohlgemerkt in einer Zeit absoluter Aufrüstung und allgegenwärtigen Säbelrasselns, zu beenden. Das deutsche Volk sollte durch die Bereitstellung einer starken Streitmacht einer sicheren Zukunft entgegengehen. Die Struktur einer Armee hatte sich vor allem durch den immer weiter zunehmenden Einfluss motorisierter Verbände stark verändert. Die neue Wehrmacht benötigte Platz – Platz den es in der sehr dünn besiedelten, land- und forstwirtschaftlich wenig genutzten Altmark nun einmal gab.
Ja, wir san mi`m Radl da… Kriegstreiber raus aus unserer Heimat!
Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnlich Maßnahmen. So begab es sich, dass sich am Morgen des 28. August etliche junge Aktivisten mit ihren Fahrrädern am Bahnhof in Wolmirstedt trafen um einem Ausflug in die Colbitz-Letzlinger-Heide beizuwohnen. Wettermäßig unter schlimmsten Vorahnungen, sprach doch die Vorhersage von viel Regen und wenn überhaupt nur wenig Sonne. Dennoch – wenn alle gegen uns sind, das Wetter ist unser dürftigster Feind. Nur wenige Kilometer nördlich von Magdeburg sollte so der Fahrradausflug in der fast 1000jährigen Stadt an der Ohre beginnen. Von dort ging es weiter nördlich, vorbei am riesigen Wolmirstedter Umspannwerk, von hier führt immerhin die längste Stromleitung Deutschlands bis ins Vorpommersche Lubmin. Weiter über das Dörfchen Colbitz das quasi das östliche Tor zur Colbitz-Letzlinger-Heide bildet. Zudem wird hier das Trinkwasser für die weitere Umgebung einschließlich der Stadt Magdeburg gefördert – insgesamt für immerhin über 500.000 Menschen.
Im Angesicht des unmittelbar anstehenden Antikriegstages am 04. September aber auch in Zusammenhang mit unserer "Raus-aus-Afghanistan" Kampagne führten wir eine Fahrradausfahrt zum Truppenübungsplatz Altmark durch. Wer jedoch denkt, wir reihen uns damit in die Gilde der pazifistischen Gegner des Übungsplatzes irrt gewaltig. Denn grob umrissen: Uns missfällt absolut nicht, dass deutsche Truppen stets gut ausgebildet sind um für unsere Heimat und unsere Landsleute einen bestimmten Sicherheitsstandard zu gewährleisten! Uns geht es darum, dass hier in der Heide auch ausländische Truppen ihre Übungen und Ausbildungen absolvieren. Doch nicht nur das, hier direkt vor unserer Haustür, wird massiv für weltweite Kriegseinsätze wie momentan in Afghanistan stattfindend trainiert. Vor diesem Hintergrund gibt es extra zwei den regionalen Gegebenheiten in den Einsatzländern nachempfundene Dörfer um den Übungen einen realistischen Hintergrund zu geben. Wohlgemerkt keine Schützengräben oder nachempfundene Schlachtfelder sondern Dörfer.